Arbeitsplatzwechsel

Gezielter Arbeitsplatzwechsel statt »Jobhopping«

Früher war es normal, ein Leben lang in einer Firma zu verbringen. Heute wird dies von Personalistinnen und Personalisten aber oft als Faulheit und mangelnde Flexibilität gedeutet. So ist der regelmäßige Jobwechsel in der heutigen Arbeitswelt schon eher die Regel als der Ausnahmefall - sei es nun der Wechsel innerhalb des Unternehmens, zu einem anderen Unternehmen oder sogar zu einer anderen Branche.

Die Gründe dafür sind vielfältig: Arbeitnehmer/innen können sich in ihrem Job nicht verwirklichen und langweilen sich, veränderte Unternehmensstrukturen führen zu Stellenabbau, die Unternehmenskultur passt nicht zur Person, es gibt Probleme mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Vorgesetzten oder Kolleginnen und Kollegen usw.

Wie machen Sie Ihren Arbeitsplatzwechsel also zu einem Erfolg?

  • Wesentlich ist, dass der Jobwechsel wohl überlegt und gut argumentierbar ist. Wenn Sie zu oft den Job wechseln, werden Sie leicht als Jobhopper ohne Durchhaltevermögen und Konfliktfähigkeit abgestempelt, und Ihre Jobchancen sinken dramatisch. Setzen Sie Ihren Jobwechsel jedoch gezielt ein, kann dies für Ihre Karriere sehr förderlich sein. Für junge Berufstätige ist in der Regel ein Wechsel nach zwei, höchsten drei Jahren angebracht. Je älter Sie sind, desto länger sollten Sie in einem Unternehmen verbleiben. Generell gilt, dass Sie bei einem Wechsel bereits Erfolge im Unternehmen nachweisen können sollten.
  • Überstürzen Sie nichts, sondern überdenken Sie Ihre Entscheidung genau. Sammeln Sie Argumente für und gegen einen Wechsel und überlegen Sie, was Sie sich davon erwarten und was Sie genau wollen. Lassen Sie sich gegebenenfalls professionell dabei durch einen Karriereberater unterstützen.
  • Haben Sie Ihre Entscheidung jedoch einmal getroffen, dann zögern Sie nicht länger und werden Sie aktiv! Sammeln Sie ausführlich Informationen über mögliche zukünftige Arbeitgeber, versenden Sie gezielt Bewerbungen und achten Sie bei den Angeboten genau darauf, ob sie wirklich Ihren Vorstellungen entsprechen.
  • Haben Sie eine neue Herausforderung gefunden, dann sprechen Sie zuerst mit Ihrem/r Vorgesetzten und nicht mit Ihren Kolleginnen und Kollegen. Bedenken Sie, dass Sie sonst nicht kontrollieren können, was getratscht wird und welche Auswirkungen dies auf Ihre verbleibende Arbeitszeit haben könnte!
  • Versuchen Sie außerdem, Ihren Ausstieg möglichst positiv zu gestalten – denn Sie wissen nie, mit welchen ehemaligen Kolleginnen und Kollegen Sie zufällig wieder einmal zusammenarbeiten werden.

Wenn Sie all dies bedenken, steht einem erfolgreichen Jobwechsel und einem Sprung nach oben auf der Karriereleiter nichts mehr im Wege!

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